Workshop: Die Kosmologie und Weisheit der Kogi mit Rita Stalder

Am 1. Juni 2024 in Kirchzarten bei Freiburg i. Br.

Indigenes Kulturwissen für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen

Die Kogi sind eine seit über 4000 Jahren existierende sozial und ökologisch hochentwickelte indigene Kultur aus der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien. Sie wollen mit uns Menschen aus der westlichen Welt zusammenarbeiten, um gemeinsam das Leben auf der Erde in all seiner Vielfalt zu erhalten. Das Wissen darüber, die Welt im Gleichgewicht zu halten, verstehen sie als ihre wichtigste Aufgabe. Seit einigen Jahren treten sie mit einzelnen Menschen in Kontakt, um ihre Botschaften in die Welt zu bringen und unternehmen Besuche in die westliche Welt.

Rita Stalder wurde von ihnen beauftragt, sie dabei zu unterstützen ihre Botschaft zu verbreiteten. Sie besuchte die Kogi und wurde von ihren spirituellen Autoritäten, den „Mamos“ geschult und erhielt durch Zeremonien die Erlaubnis, das Wissen der Kogi in Europa zu verbreiten. (Weitere Infos zu Rita Stalder auf www.kogifrau.ch)

Im Rahmen dieses Workshoptages wird sie uns von den Kogi und ihrer Zeit bei ihnen berichten, Fragen beantworten und mit uns die Reinigungsmeditation der Kogi sowie ein „Pagamiento“, ein Danksagungsritual für die Erde in der Tradition der Kogi mit uns durchführen, das wir dann in unserem Alltag weiter praktizieren können.

Wir folgen den ursprünglichen Prinzipien. Sie zeigen uns, wie wir die
Dinge hüten können und auf alles aufpassen. Das Wasser, die Bäume, die
Steine sprechen täglich zu uns von den Gesetzen der Mutter. Wir hören
ihnen nur zu.
“ Mama Bernardo Mascote-Zarabata (spirituelle Autorität der Kogi)

Die Kogi leben in einem Gebirgszug, der vom tropischen Regenwald bis zum hochalpinen Gebirge nahezu alle Klimazonen der Erde beherbergt. Die steilen Berghänge der Sierra Nevada und der undurchdringliche Dschungel mit dem sie bewachsen sind, haben die Kultur in den letzten Jahrhunderten vor äußeren Einflüssen geschützt und auf einem quasi präkolumbianischen Niveau erhalten. So konnten sie das ursprüngliche Wissen und ihr Verständnis der Welt bis heute bewahren.

Sie nennen sich selbst auch die „Hüter der Erde“, denn alles, was sich in den Ökosystemen der Erde verändert, wirkt sich auch auf ihr Territorium aus und sie sagen, dass es auch ebenso auf die gesamte Erde Auswirkungen hat, wie sie die Ökosysteme bei sich hüten. Sie erzielen unter anderem auch im Bereich nachhaltige Lebensweise und Regeneration von Ökosystemen enorme Ergebnisse.

Diese Perspektive nennen sie Zhigoneshi – der eine Gedanke. Im Kern beschreibt er die Verwobenheit und Verbundenheit allen Lebens und warum dies den Zugang zur Lebendigkeit darstellt.

Sie haben Wege gefunden als Zivilisation friedlich und im Einklang mit der Natur zu leben. Ohne größere Machthierarchien orientieren sie sich an der natürlichen Ordnung des Lebens. Dies macht sie zu herausragenden Experten für lebensförderliche Gesellschaftsgestaltung sowie der Regeneration von Ökosystemen. Grundlage dieser Arbeit sind die Prinzipien und Gesetze des Lebendigen. Auch wir können wieder lernen, diesen Prinzipien zu folgen und die Welt als lebendigen Organismus zu betrachten.

Die Kogi haben durch Kolonisation und Drogenbarone Teile ihres Landes verloren und sich immer weiter in die Berge Kolumbiens zurückgezogen. Heute wünschen sie sich, wieder ein Stück Land in der Nähe des Meeres zu kaufen und dort ein Begegnungszentrum zwischen ihrer und der modernen Kultur sowie ein traditionelles Dorf aufzubauen. 

Dafür wird ein Teil der Einnahmen dieser Veranstaltung eingesetzt, die Gelder gehen direkt an die Kogi. 

Veranstaltungsort: Seminarhaus Sonnenweide, Dietenbach 1 in Kirchzarten bei Freiburg i.Br

Beginn am 1.6.24 um 10 Uhr, Ende um 16 Uhr. Im Anschluss optional Singkreis mit Dominik Heise (www.stimme-der-wildnis.de) zum Ausklang bis ca. 18 Uhr.

Eintritt: 60-90 Euro nach Selbsteinschätzung des Einkommens bitte in bar mitbringen

Mittagessen ist optional im benachbarten Gasthaus Rössle möglich, ansonsten Selbstversorgung.

Anmeldung: per Email an kontakt@linden-institut.org